Manche Künstler ahmen die Natur nach, andere ahmen Kunst nach, aber alle ahmen nach. Daraus folgt: Wer das Nachahmen früherer Kunst als unethisch (und in unserer Zeit sogar als kriminell) verdammt, findet sich in der peinlichen Lage, Meister wie Michelangelo, Cellini, Rubens, Rembrandt, Fragonard, Delacroix und Hunderte andere als Plagiatoren und anrüchige Charaktere brandmarken zu müssen.

Eine Gemäldekopie unterscheidet sich vom Original durch den fehlenden authentischen Wert. Während das Original die Handschrift des Meisters trägt, dessen Schaffen die Kunstwelt mit neuen Ideen beeinflußt hat, läßt sich der Wert einer Gemäldekopie durch ihre optisch- ästhetische Wirkung definieren. Gerade diese ist ausschlaggebend für das Gefallen, das der Betrachter an bestimmten Bildwerken findet. Dadurch steht der Kopist mit der Vervielfältigung faszinierender Gemälde ganz im Dienste der großen Meister.

Mit diesen selbst auferlegten Ansprüchen an jede Gemäldekopie garantiere ich für die originalgetreue Wiedergabe und die optisch-ästhetische Wirkung bekannter Meisterwerke.

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